16
WAS GEHÖRT NICHT INS WASSER?
Diese Dinge wollen wir bei uns nicht sehen!
Es gibt Stoffe, die sind für jede Klärmeisterin oder jeden Klärmeister ein Alptraum. Sie verstopfen Rohre, 
umwickeln Pumpen, lagern sich ab, vergiften das Wasser, locken Ratten an, zerfressen Dichtungen 
oder können gar Arbeiterinnen und Arbeiter verletzen. Eine Toilette ist eben kein Mülleimer. Alles, was 
nicht ins Abwasser gehört, muss in unser Kläranlage unter grossem Arbeits- und Kostenaufwand wieder 
entfernt werden und richtet teilweise irreparable Schäden an Technik und Umwelt an. 
Hier zeigen wir Ihnen, was heute so in unserer Kläranlage angeschwemmt wird, das eigentlich gar nicht 
dorthin gehört:
_	Viele Grob- und Schadstoffe sind für den Be­
trieb und den Unterhalt des Kanalnetzes ein 
Problem und können sogar zu Störungen im 
biologischen Reinigungsprozess der Kläranlage 
führen.
_	Feststoffe, Textilien, Strümpfe, Wegwerfwin­
deln, Watte, Wattestäbchen, Verpackungen, 
Rasierklingen, grobe Speisereste, Katzenstreu 
belasten die Kanalisation unnötig, führen zu 
Ablagerungen und Verstopfungen. Deshalb 
gehören diese Stoffe in die Kehrichtabfuhr.
_	Bratöle, Bratfette und Friteuseöl werden in der 
Kanalisation zusammen mit dem Ballast des 
Abwassers zu zähen Feststoffen, die sich unter 
anderem auch an den Pumpwerken festset­
zen. Solche Ablagerungen lassen sich nur mit 
grossem Aufwand entfernen. Weiter können 
sie auch den biologischen Reinigungsprozess 
stören.
_	Altöl, Maschinenöl, Verdünner, Benzin u. a. wird 
von den Mikroorganismen in der biologischen 
Kläranlage nur schlecht oder gar nicht ertra­
gen, was zu Einbussen und Störungen der Rei­
nigungsleistung führt. Leichtflüssige Stoffe wie 
Benzin und Verdünner können im Kanalnetz 
zur Explosionsgefahr werden. Deshalb gehören 
diese Stoffe in die Ölsammelstelle.
_	Gifte und Chemikalien können in entsprechen­
der Dosis für alle Lebewesen tödlich wirken. 
Die Mikroorganismen in einer biologischen 
Kläranlage sind dabei besonders empfindlich. 
Deshalb gehören diese Stoffe in die Giftsam­
melstelle oder können an der Verkaufsstelle 
zurückgegeben werden.
_	Phosphate, die in stehende Gewässer gelan­
gen fördern das Algenwachstum und tragen 
damit massgeblich zur Störung des biologi­
schen Gleichgewichts unserer Seen bei. Es 
sollten deshalb stets phosphatfreie Reini­
gungsmittel gebraucht werden.
_	Farbstoffe können dem Abwasser in der Klär­
anlage nur schlecht entzogen werden. Deshalb 
gehören kleinere Mengen in die Kehrichtab­
fuhr, grössere Mengen können dem Lieferan­
ten zurückgegeben werden.

View this content as a flipbook by clicking here.